Meinungsfreiheit, Migration, Wahlen und mehr

Auch Flensburg mit zwei Delegierten bei der digitalen Delegiertenversammlung (DV) der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Hochschulgemeinden (AKH) auf Bundesebene am 20. und 21. November 2021 vertreten • Beschlüsse zur Migrationspolitik und zur KHG Köln gefasst • Flensburg künftig im Bundesvorstand 

Zur Migrationspolitik verabschiedeten die Delegierten eine an Bundestag, Bundesregierung und Deutsche Bischofskonferenz gerichtete Stellungnahme zur aktuellen Geflüchtetenpolitik der EU, die u.a. sichere Fluchtwege, Schutz des Lebens und der Menschenwürde, internationale Solidarität und ein gesamteuropäisches Verfahren sowie bessere Möglichkeiten der Integration fordert. Angesichts „der tragischen Situation Geflüchteter auf dem Weg in eine sichere Zukunft sieht sich die AKH als Vertreterin christlicher Grundwerte und Menschenrechte verpflichtet, auf diese Missstände aufmerksam zu machen und an die Verantwortlichen zu appellieren, dass eine menschenwürdige Politik für Geflüchtete notwendig und unabdingbar ist“, so der Beginn der Stellungnahme im Wortlaut. Als Menschen, als Christ:innen und als katholische Organisation könne und wolle man nicht schweigend zuschauen. Entsprechend der Stellungnahme und dem bisherigen Engagement zahlreicher Hochschulgemeinden in der Flüchtlingsarbeit, wurde dem Beitritt der AKH zum Bündnis „United for Rescue“ mit großer Mehrheit entsprochen.

Neben der Migrationspolitik wurden als weitere thematische Schwerpunkte der DV insbesondere die aktuellen gesellschaftspolitischen Themen „Nachhaltigkeit“ und „aktuelle politische Strömungen“ ausgemacht, die ebenso wie das Thema „Migrationspolitik“ 2021 in einem eigenen Ausschuss behandelt werden sollen. Zu den aktuellen Vorgängen in der KHG Köln (siehe die gemeinsam mit den weiteren Bundesorganisationen der Hochschulseelsorge veröffentlichte Stellungnahme „Unverständnis und Empörung über die Vorgänge um die dortige Hochschulgemeinde“ vom 20. November 2020) erklärten sich die Delegierten der DV solidarisch mit der KHG Köln in deren Bemühen, Meinungsfreiheit gegenüber der Bistumsleitung gewährleistet zu sehen.

Desweitern befasste sich die DV intensiv mit Fragen, die sich im Zusammenhang mit der geplanten Reform der Bundesstrukturen der Hochschulpastoral stellen und unterstrich das Anliegen eines partizipativen und demokratischen Austauschs. Demnach sei eine paritätische Vertretung von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen in einer zukünftigen Mitgliederversammlung ein zentrales Anliegen. Die DV wählte

  • Jonas Borgwardt (Flensburg),
  • Franz-Josef Dobelmann (Saarbrücken),
  • Rick Hümmert (Würzburg),
  • Susanna Laux (Saarbrücken),
  • Pauline Mika (Dresden),
  • Raphael Röwekamp (Münster),
  • Magdalena Schmitt (Köln)

als neue Mitglieder in den zwölfköpfigen Vorstand. Ruth Luschka (Regensburg) rückte für ein ausgeschiedenes Mitglied nach. Als Vorsitzende wurde Magdalena Schmitt (Köln) für ein zweites Amtsjahr bestätigt. Die gesamte DV fand erstmals rein digital statt. Vorausgegangen war in der Woche zuvor bereits das digitale Veranstaltungsformat eines Pub-Quiz, an dem 33 deutsche Hochschulgemeinden teilnahmen (s. Bericht auf katholisch.de: „Pub-Quiz: 33 deutsche Hochschulgemeinden treten zum großen Showdown an“). Redaktion:  Marco Petrelli, Referent FHoK

Flensburg beim bundesweiten Pubquiz (fast) ganz oben

Für einen ersten Platz hat es leider nicht gereicht – hauptsächlich ging es natürlich um Spaß und Freude. Erstmals fand online ein bundesweites Pubquiz der Hochschulgemeinden statt, mit einer Beteiligung von über 30 Gemeinden aus dem ganzen Bundesgebiet. Natali, Julia, Jennifer und Jonas haben für Flensburg einen respektablen 6. Platz geholt. Spaß hats gemacht und wir sind bereit für ein nächstes Duell im kommenden Jahr – dann auch mit Dir?

Hier gibt's auch einen Artikel dazu: Pub-Quiz: 33 deutsche Hochschulgemeinden treten zum großen Showdown an - katholisch.de

 

Wir haben das Semester eingeläutet

...und zwar mit einem Gottesdienst und "realer" Begegnung im Gemeindehaus! In kleiner Runde haben wir einander kennengelernt, gemeinsam Ideen fürs neue Semester gesponnen und gemeinsam gegessen. Und natürlich wurden die neuen KHG-Masken verteilt – ein paar glückliche Gesichter sind auf dem Foto ja schon zu erkennen!

Weiter geht's in diesem Semester an jedem Dienstagabend. Wir freuen uns auf Dich – auch, wenn Du vielleicht ganz neu bist!

Impuls zum Sonntag

Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben
mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele
und mit deinem ganzen Denken.

Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

 

Im Evangelium vom 25.10. stellt uns Jesus diese beiden Gebote als am allerwichtigsten vor: "An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten". Heute wird oft vom "Doppelgebot der Liebe" gesprochen, dabei geht es hier eigentlich um dreierlei: Die Liebe zu Gott – die Liebe zum Nächsten – die Liebe zu Dir selbst. Das soll die Grundlage des christlichen Lebensentwurfes sein. Das klingt so simpel, das alles drei umsetzen, und schon lebt man so, wie es Gott will. Wie schwer ist das doch!

Gott zu lieben, mit ganzem Herzen, das ist doch herausfordernd. Wie soll das denn gehen? Muss ich dann jeden Sonntag zum Gottesdienst? Muss ich jeden Tag beten? Oder ist diese Fragerichtung schon der falsche Weg: Liebe kennt kein "ich muss", sondern handelt aus Freiheit! Wer wirklich liebt, empfindet den Liebesdienst nicht als Muss, nicht als lästige Pflicht. Vielleicht sind alte Begriffe wie "Sonntagspflicht" eher hinderlich, zu begreifen, worum es eigentlich geht: Aus freiem Willen heraus Gott lieben. Alles Tun als Tun für Gott begreifen. Das ist immernoch herausfordernd. Aber möglicherweise einfacher, wenn Du es nicht als Pflicht begreifst, sondern vielmehr aus freier Entscheidung tust.

Den Nächsten zu lieben ist auch nicht gerade leicht. Der Mitbewohner, der ständig das Geschirr dastehen lässt. Der Professor, der die Online-Vorlesung auf montags 8 Uhr gelegt hat. Die Mutter, die schon wieder mal nervt, weil sie ihre Tupperdose zurück will. Lästige Situationen, nervige Menschen gibt es immer wieder. Aber ist es nicht vor allem lästig und nervig, das an sich heranzulassen? Den Nächsten zu lieben heißt vielleicht eher: Einen Blick dafür zu suchen, was Gutes im Anderen steckt. Über Fehler und Schwächen hinwegsehen. Nicht immer alles besser wissen, sondern gelassen mit der Tatsache umzugehen, dass das Gegenüber genauso Gottes Ebenbild ist wie Du selbst.

Und die Liebe zu Dir selbst? Puh. Mit all meinen Gewohnheiten? Mit den Eigenschaften, die ich eigentlich längst ändern wollte? Mit meinem Körper? Andere, die sind perfekt, aber ich doch nicht! Liebe zu Dir selbst, das bedeutet auch: Hinnehmen, dass nicht alles perfekt ist, auch wenn es schwer fällt. Denn die Zusage gilt auch für Dich: Gott schuf den Menschen als sein Ebenbild. Es ist etwas Göttliches in Dir, trotz aller Unperfektion. Und das darfst Du annehmen.

Die Liebe zu Gott – die Liebe zum Nächsten – die Liebe zu Dir selbst. Darin besteht die Weisung, die uns Jesus in dem Text mit auf den Weg gibt. Vielleicht – und das wünsche ich Dir – findest Du neue Perspektiven, diese drei Gebote zu leben. Neue Perspektiven auf Gott, neue Perspektiven auf den Nächsten und neue Perspektiven auf Dich selbst.

 

Es geht weiter

Lange war nicht klar, wie es mit der KHG weitergeht: Seit Januar gab es keinen Hochschulseelsorger mehr und das vom Gemeinderat zusammengestellte Programm für das Frühjahrssemester ließ sich aufgrund von Corona fast gar nicht umsetzen.

Am vergangenen Dienstag hat sich dann erstmals der Gemeinderat mit dem neuen Hochschulseelsorger getroffen und gemeinsam mit Planungen für das aktuelle Semester begonnen. Wichtig ist uns in der Programmgestaltung, dass es auch Veranstaltungen mit Präsenz geben soll. In der Campelle, unserem eigentlichen Hauptort auf dem Campus, ist dies nur schwer möglich. Daher wird es einige Unterwegs-Veranstaltungen sowie Veranstaltungen in den Räumen der katholischen Pfarrei in der Innenstadt geben.

Außerdem ist uns wichtig, dass auch neue Gesichter herzlich willkommen geheißen werden. Besonders für Erstsemester, die neu in der Stadt sind, ist das Kennenlernen neuer Menschen ja deutlich erschwert. Hier möchten wir gern helfen und laden herzlich zu den Aktivitäten ein, die bald hier auf der Homepage veröffentlicht werden. – 22.10.2020

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